Studienfahrt nach Wien – Teil 1
Bibliothek der Wirtschaftsuni Wien

Montag (19. September)
Nach einer kurzweiligen ICE-Fahrt kamen wir um die Mittagszeit in Wien an. Nachdem wir unsere Zimmer in einem Hotel im 17. Bezirk bezogen hatten, machten wir uns auf den Weg zu unserem ersten Programmpunkt der Woche: einer Stadtführung durch Wien. Hier zeigte uns die Stadtführerin, eine waschechte Wienerin, nicht nur die Highlights wie den Stephansdom, sondern führte uns auch durch schmale Gässchen und hübsche Innenhöfe. Auch sparte sie nicht mit Insiderwissen: So gäbe es bei Trzesniewski (kein Schreibfehler…!) die besten Wiener Brötchen. Und Romy Schneiders Lieblingskaffeehaus, das Café Hawelka, wäre auch gleich ganz in der Nähe… Nach unserer Tour zu Fuß ließen wir den Abend, wie sich das für angehende Bibliothekarinnen und Bibliothekare gehört, stilecht im Restaurant „Gutenberg“ ausklingen.

Dienstag (20. September)
An unserem ersten Tag mit vollem Programm galt unser erster Besuch der Bibliothek der Wirtschaftsuniversität im sogenannten Library and Learning Center. An diesem sonnigen Morgen spazierten wir über den weitläufigen Campus. Jedes Gebäude ist moderner und unkonventioneller als das vorige. Das futuristische Bibliotheksgebäude schließlich fügt sich perfekt in dieses Bild. Es wurde erst vor 4-5 Jahren erbaut und beeindruckt mit ungewohnten Schrägen und geschwungenen Linien. Besonders in Erinnerung blieb das nur unter höchster Konzentration begehbare „schräge“ Stiegenhaus. Oben angekommen, bot sich ein schwindelerregender Blick auf den großzügigen Eingangsbereich, welcher häufig für externe Ausstellungen und kleine Messen genutzt wird. Durch die größtenteils offene Bauweise des Gebäudes ist stets ein gewisser Lärmpegel nicht zu vermeiden. Die beiden oberen Stockwerke sind jedoch für ruhiges Lernen ausgelegt und aus diesem Grund sehr beliebt bei vielen Studenten.
Aus allen Wolken fielen wir, als uns gezeigt wurde, dass im Magazin noch mehr als genug Platz ist, um die Bestände der nächsten Jahre unterzubringen. Eine Bibliothek, die nicht über Platzmangel im Magazin klagte, war uns während unserer gesamten Ausbildung noch nicht untergekommen.
In der Eingangshalle des Gebäudes erinnert eine Tafel daran, dass Wissenschaft und Lehre laut österreichischem Staatsgrundgesetz frei sind – die Errichtung eines solchen Bauwerks ist es allerdings leider nicht. Der Bau des gesamten Campus kostete zwischen 400-500 Millionen Euro. Modernes Design hat eben seinen Preis!
In der Mittagspause war Zeit, über den nahegelegenen Prater zu schlendern oder die schwindelerregend hohe Kuppel der Karlskirche zu besichtigen, dann wartete bereits die nächste Bibliothek: die des Parlaments. Allerdings konnten wir bei dieser Führung nicht nur die Bibliothek besichtigen, sondern hörten zu Beginn auch viel Interessantes über das Parlament an sich, über aktuelle Politik in Österreich und zukünftige Planungen, die den Bau des prächtigen Parlamentsgebäudes betreffen. Dementsprechend führte unser Weg anschließend nicht direkt in den kleinen aber sehr feinen Lesesaal der Bibliothek, sondern auch durch die wichtigsten Räumlichkeiten des Parlaments.
Nicht nur bibliothekarisch, sondern auch kulinarisch hat Wien bekanntermaßen einiges zu bieten. So hatten wir die Gelegenheit am Dienstagnachmittag nach dem Besuch des Parlaments im Café Hawelka bei Kaffee, Tee und heißer Schokolade, Sachertorte und anderen gebackenen Köstlichkeiten die verschiedenen Eindrücke des Tages zu verarbeiten.

Wien Parlamentsbibliothek

Wien Parlamentsbibliothek

Wien Café Hawelka

Wien Café Hawelka

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