Vortrag zum Regensburger Archiv für Werbeforschung
Werbearchiv

Von der Universitätsbibliothek Regensburg kamen Gabriele Gerber, Ursula Grundl und Matthias Hartmann zu uns, um vom Regensburger Archiv für Werbeforschung zu berichten. Darin findet man eine Fülle von Werbespots, unter anderem die weltweit größte öffentlich zugängliche Sammlung von Hörspots (also Werbesendungen, die im Radio gelaufen sind). Die Sammlung des Historischen Werbearchivs enthält rund 50.000 Radiospots aus den Jahren 1948 bis 1987. Ein 20-minütiger Film beschrieb sehr lehrreich die Inhalte, die Digitalisierung und die Nutzung des einmaligen Archivs, das besonders auch deshalb für die Wissenschaft von Bedeutung ist, da Werbung ansonsten kaum systematisch gesammelt wird. Die verschiedenen Medien sind in einer Datenbank erschlossen und online recherchierbar.

Die Original-Werbeaufnahmen sind analog auf verschiedenen Trägermaterialien – Magnettonbändern, Schallplatten, Videobändern und anderen heute nicht mehr gebräuchlichen Medien – gespeichert. Das Archiv enthält aber auch gedruckte Dokumente, wie Original-Manuskripte und Transkripte der Werbeaufnahmen, die die Spotsammlung ergänzen. Um diese besonderen Materialien nutzbar zu machen, wurde die Digitalisierung der Bestände zeitweise von der DFG sowie der UB Regensburg gefördert. Bereits digitalisiert ist beispielsweise die Sammlung Spremberg mit über 500 Werbeschallplatten der 1950er bis 1980er Jahre.

Die Werbeaufnahmen stehen für Forschung und Lehre kostenfrei zur Verfügung. Wissenschaftliche Nutzer können sich online registrieren und die bereits digitalisierten Spots sofort im Browser anhören.
Diverse wissenschaftliche Arbeiten haben sich bereits mit dem Archiv für Werbeforschung beschäftigt. Auch für Studierende der HföD wäre eine Bachelorarbeit über die bibliothekarischen Aspekte des Archivs durchaus denkbar.

Wir danken den Kolleginnen aus Regensburg für ihren Besuch und die Einblicke in ein ungewöhnliches Feld der bibliothekarischen Arbeit.

Kurs QE3 Bibl. 2014/2017

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