Zwischen Kisten und Kästen – Zu Besuch im Bayerischen Hauptstaatsarchiv München
Hauptstaatsarchiv

Wir, der Kurs QE3 Bibl. 2017/2020, besuchten am 05.12.2017 das Bayerische Hauptstaatsarchiv in München. Unter der Führung von Frau Sabine Frauenreuther wurde uns die Einrichtung nähergebracht und der Arbeitsplatz unserer „Fachbereichskollegen“ gezeigt. Nach allgemeinen Informationen im Foyer begann unsere Tour durch die Vergangenheit.
Wie ein Forscher, der auf der Suche nach Archivalien ist, starteten wir im Repertoriensaal, sozusagen dem „Google des Archivs“: Hier kann man die Findbücher, auch Repertorien genannt, durchforsten, um so Näheres über die gesuchten Objekte herauszufinden. Die Repertorien sind oftmals schon einige Jahrhunderte alt, sodass das Lesen der handschriftlichen Eintragungen nicht immer einfach ist. Hat man gefunden, wonach man sucht, kann man eine Bestellung via Bestellzettel aufgeben. Diese wird daraufhin schnellstmöglich bearbeitet und für die Benutzung im Lesesaal bereitgestellt. Auch hier konnten wir einen Blick hinter die Kulissen werfen und herausfinden, wie die Bereitstellung abläuft; dort präsentierte uns Frau Frauenreuther einige Urkunden und deren spezielle Aufbewahrungsmethode. Im Gegensatz zu einer Bibliothek kann man die Archivalien allerdings nicht mit nach Hause nehmen, sondern sie sind nur vor Ort im Lesesaal einsehbar.
Doch woher kommen die Archivalien? Dies zeigte uns Frau Frauenreuther im Anschluss in einem Bereich, der für den normalen Nutzer unzugänglich ist: dem Magazin. Entgegen der generellen Annahme, dass ein Archiv nur Urkunden und besonders alte Dokumente verwahrt, stellten wir fest, dass es sich vor allem um Akten handelt. Diese stammen zum Großteil von staatlichen Behörden beispielsweise Ministerien des Freistaats Bayern. Da auch das Magazin des Archivs genauso wie die meisten Bibliotheken mit Platzproblemen zu kämpfen hat, werden die „Neuzugänge“ anfangs in Umzugskartons gelagert, welche uns während des Rundgangs immer wieder begegneten. Im Magazin konnten wir uns auch einen Überblick über die unterschiedlichen Aufbewahrungsmöglichkeiten der Archivalien verschaffen: Ob in speziell gefertigten Schachteln oder extra Kästen für Karten, die Lagerung ist vielseitig.
Die schieren Ausmaße des Magazins führten schließlich dazu, dass drei Leute unseres Kurses verloren gingen. Allerdings fanden sie nach kurzer Zeit wieder gesund und munter zur Gruppe zurück. Somit endete unser Rundgang im Archiv.
Wir bedanken uns herzlich bei Frau Frauenreuther für die informative und spannende Führung!

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