RDA – Auf dem Weg zu einem neuen Katalogisierungsregelwerk
RDA - Deckblatt Schulungsunterlagen

In der Medienbearbeitung findet mit der Einführung des neuen, internationalen Katalogisierungsregelwerks Resource Description and Access (RDA) wohl der tiefgreifendste Umbruch der letzten Jahrzehnte statt. Die Erschließung an wissenschaftlichen Bibliotheken des deutschsprachigen Raumes erfolgt für Titeldaten ab dem 4. Quartal 2015 gemäß dieser neuen Regeln, die Vorarbeiten zum Umstieg auf RDA laufen bereits seit geraumer Zeit. Ein Projekt solchen Ausmaßes bedarf neben der eigentlichen Regelwerksarbeit auch enormen Anstrengungen bei der Schulung von tausenden Bibliotheksmitarbeitern in Deutschland, Österreich und der deutschsprachigen Schweiz (D-A-CH). Bei der für die Einführung von RDA im deutschsprachigen Raum zuständigen Arbeitsgruppe RDA wurde daher eine Themengruppe Schulungen gegründet, die mit der Erarbeitung eines Schulungskonzepts sowie der konkreten Schulungsunterlagen beauftragt ist. Diese Themengruppe setzt sich aus Kolleginnen und Kollegen aller beteiligten Verbünde und der DNB zusammen; für den BVB ist auch Frau Schindler von unserem Fachbereich Mitglied. Im Mai 2014 traf sich die Gruppe ein erstes Mal, im Juli ein zweites Mal zu in einer ganztägigen Sitzung in der Deutschen Nationalbibliothek in Frankfurt am Main. Die laufenden Absprachen erfolgen in regelmäßigen Telefonkonferenzen (zweiwöchentlich) und über eine eigene E-Mail-Liste, die Arbeitspapiere liegen zentral in einem internen Wiki-Bereich des RDA-Wikis. Am 23. März dieses Jahres kam die Gruppe erneut zusammen, insbesondere um sich in einem Workshop über die erarbeiteten Schulungsunterlagen auszutauschen; bis Ende des Monats sollen alle Schulungsunterlagen vorliegen. Die Schulungsunterlagen der Themengruppe Schulungen sind formatneutral, d. h. sie treffen nur Aussagen zum Regelwerk, nicht aber zum Datenformat. Je nach eingesetzter Bearbeitungssoftware werden in den einzelnen Verbünden verschiedene Metadatenformate (Aleph-Internformat/ASEQ, Pica, MARC) verwendet . Da bei den konkreten Schulungen den Mitarbeitern selbstverständlich auch vermittelt werden wird, wo/wie die einzelnen Elemente zu erfassen sind, müssen die Verbünde die formatneutralen Unterlagen anschließend in für sie geeignete, formatspezifische Schulungsunterlagen umsetzen.

Wer wird dann die Schulungen durchführen? Das obliegt der Organisation der einzelnen Verbünde. Im Bibliotheksverbund Bayern hat sich eine sogenannte Schulungskerngruppe gebildet, bei der auch Frau Schindler mitwirkt. Sie bespricht sich regelmäßig und bereitet seit November 2014 in insgesamt fünf Sitzungen Kolleginnen und Kollegen aus dem BVB und KOBV darauf vor, im Herbst als Multiplikatoren tätig zu werden (RDA-Schulungsgruppe BVB/KOBV). Jede Leitbibliothek hat dabei zwei Kolleginnen und Kollegen als Multiplikatoren benannt, die zu den Sitzungen nach München kommen, und die die Schulungen in ihren Häusern sowie für die ihnen zugeordneten Bibliotheken organisieren und abhalten. Sie selbst werden von der Kerngruppe im September eine dreitägige Schulung erhalten, so wie sie die BSB dann für die von ihr zu schulenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Ende September bis Anfang Dezember durchführen wird; Frau Schindler wird das BSB-Schulungsteam unterstützen. Diese Schulung wird nicht die ZDB umfassen – für sie gibt es separate Schulungen.

Einige Informationen zum Regelwerksumstieg finden Sie auf den RDA-Seiten der DNB sowie im öffentlichen Teil des RDA-Wikis.
Auch auf den KKB-Online-Seiten wurde ein Bereich zu RDA eingerichtet, dort sind auch die Präsentationen der RDA-Schulungsgruppe BVB/KOBV hinterlegt.

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